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Archive für Juli 2004

Nein-danke, oder??

Es wird mal langsam Zeit, die Seite “Danke” aus meiner Homepage zu nehmen - nicht, dass ich undankbar wäre - Nein - ich stehe schon dazu und Dankbarkeit hat auch Sinn. Aber irgendwie verblasst Dankesfähigkeit, je langer man sich durchsetzen muss. Ich glaube mittlerweile nicht mehr an die Magie von Kontakten. Letztendlich bist du allein, wenn du dein Glück schmiedest, da hilft dir kein Schwein. Einer reicht dir Feuer, einer macht am Blasebalg rum, aber den Hammer nimmt dir keiner ab. Daher möchte ich meinen Dank relativieren und sagen: Danke Leute, dass ihr zur richtigen Zeit am richtigen Ort wart. Ich bin aber auch niemandem böse, wenn die gemeinsame Reise dort endete. Schon komisch, manchmal glaube ich, ich arbeite viel zu viel…

Innere Ruhe

Meine Güte, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Gerade fange ich an, in mir selbst zu ruhen, da werfen mich zwei Dinge aus der Bahn. Zum Einen: ich würde gerne “Die Alm” am Fernsehen kucken - boykottiere so einen Scheiß aber eigentlich und kucke deswegen auch nicht. Aber ich bin vom Konzept hin und weg, vor allem, weil das, was die Promis da erleben genau das ist, was wir im Skiurlaub jedes Jahr haben, vor zwei Jahren war’s echt noch schlimmer. Nie war ich so nah dran zu glauben: Ey Schmalli, dein Leben ist eigentlich eine Real-Satire! Dann neulich hatte meine Gattin Besuch. Normalerweise setze ich mich dazu, fress den Damen den Kuchen auf, hol mir den letzten Kaffee aus der Kanne und fange an, ohne Punkt und Komma zu schwätzen. Abends kriege ich dann immer sowas von was auf den Deckel, aber ich bin da wie mein Hund: Es gibt Dinge, die muss ich einfach tun. Beim letzten Mal lief’s anders. Ich reiße mich zusammen, packe den Kuchen nicht an, und hol mir ein Mineralwasser aus dem Kühlschrank, nuschel ein “Hallo” und verschwinde im Büro. Abends der Anschiss: “Warum warst du denn so unfreundlich zur Gudrun. Die hat schon gefragt, ob du was gegen Sie hast!” - Ich: “Und was hast du geantwortet?” - “Na halt dass du eher etwas unsicher bist und nicht so recht mit so Situationen umgehen kannst!” - Na, da soll man innerlich ruhen….

Schon 43

Yo, bin schon 43 - scheiße, voll den letzten Geburtstag vergessen. Ist das jetzt schon Demenz oder meine 43 Jahre alte Baseligkeit? Manchmal frage ich mich, wie ich überhaupt bis hierher gekommen bin: 43 Jahre alt, noch alles dran, alles geht noch, sogar die Kinder sind gelungen. Der Hund hört auf mich und immer findet sich ein Weg, um dem direkt angesteuerten Schlamassel doch noch zu entgehen. Komisch wird es, wenn man die drohende Demenz an sich entwickelnden Eigentümlichkeiten erahnt. Z.B. liege ich derzeit mit einem Nachbarn im Clinch wegen unterschiedlicher Auffassung in Sachen Hundeerziehung. Der meint, wir wüssten alles besser, weil wir mal studiert hätten. Stimmt, da lernt man einiges, aber nicht unbedingt, wie man Hunde erzieht. Ich arbeite ergebnisorientiert: Mein Hund hört!

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