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Archive für Juni 2005

Bei Rolf

Am Wochenende in Köln auf Rolfs Party gewesen. Die Sache hat mich echt etwas durcheinander gebracht. Das ist nicht mein Stil - doch wie kommt man aus der Klemme, ohne sich selbst zu degradieren? Gut, ich weiß nicht genau, ob man beim Küßchen-Küßchen links oder rechts anfängt und vielleicht weiß ich auch nicht so ganz genau, wie man Riesengarnelen ist, aber dafür schiebe ich - selbst wenn ich angetrunken bin - keinen jungen Mädchen Visitenkarten zu.
Alles in allem muss man schon höllisch aufpassen, dass man auf diese Kreise nicht neidisch wird, weil Neid Bedürfnisse weckt und in diese Kreise komme ich nicht rein, egal was ich leiste.  Ich glaube, man muss ab und zu auch da abhängen, wo man sich wohlfühlt - und das ist sicherlich nicht auf den Kölner Rheinterassen.

Pseudojournalisten

Ein historisches Datum, aktive Vergangenheitsbewältigung? Heute höre ich nahezug völlig emotionslos die Nachricht vom endgültigen Aus für die RUNDSCHAU-Redaktion in Warstein (ich schreibe das immer noch groß - selbst nach 5 Jahren). Dass damit einTeil meiner Identität stirbt tut nicht mehr weh, denn wirklich niemand hat bedauert, dass ich vor 5 Jahren nach 15 Berufsjahren die Brocken hinwarf und mich selbständig machte.  Was mich etwas bewegt: ich bedauere die Leute, die da fünf Jahre einem Phantom hinterhergejagt sind , dem nicht erreichbaren Gespenst “Gute Zeitung”. Dazu fehlte Engagement, Emphatie zum Leser, vielleicht sogar Kompetenz und Führungseigenschaften, auf jeden Fall die Unterstützung der “Führung” aus Dortmund  - diesen Pseudojournalisten…. Leute: Ihr hattet nie eine Chance - das habe ich vor 5 Jahren gemerkt und meine Konsequenz gezogen. Anyway - es ist mir nicht mehr wert als ein Tagebucheintrag. Ach übrigens: Was macht eigentlich Änne Leuchtenberger? Puppenhäuser bauen?

Eichhörnchen

Ob mein Hund schlau ist? Keine Ahnung - das was er weiß und kann bringt einen im Leben nicht wirklich weiter. Was er z.B. super kann: Er weiß in jedem Wald sofort auf welchem Baum ein Eichhörnchen sitzt.

Zidane

Was ich an McDonalds am meisten liebe? Das totale Multikulti, das Aufeinandertreffen von Nationen, gesellschaftlicher Schichten und unterschiedlicher Charaktere - z.B. heute: ich stehe und rechne, welche Kombination das höchste Genusserlebnis bei niedrigstem Preis beschert, da höre ich mit einem Ohr, wie ein gerade der Pubertät entkommener Jüngling mit einer Service-Kraft diskutiert, die dem kleinen Bruder von Zinedin Zidane sehr ähnlich sieht. Der unfreundliche Ton gegenüber der freundlichen Bedienung ist unüberhörbar und demIinhalt der Diskussion wenig angemessen. Es geht darum, ob nachbestellte Hamburger automatisch an den Tisch gebracht werden oder nicht. Warum ich nicht hingehe, und diesem arroganten Fatzke den aufgewärmten Hamburger in den kalten Hintern schiebe? Weil er’s nicht wert ist und weil Zinedin Zidane die Situation lässig lächelnd im Griff hat. Den anderen treibt das mehr und mehr auf die Palme. Der Herrenrasse springen derweil die Sicherungen raus, der Macker pöbelt rum, will sich irgendwo beschweren - Zinedin lächelt “ja gern der Herr”.  Ich empfehle: Der Friedensnobelpreis für außerordentiche Leistungen zum Wohle der Völkerverständigung geht in diesem Jahr an Zinedin Zidane vom Warsteiner McDonald-Team.

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